Slice the elephant
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Value Streams in FAST: maximale Wertschöpfung und Motivation

Die skalierbare agile Framework FAST setzt auf Value Streams, um große Transformationsprojekte in überschaubare, thematische Einheiten zu unterteilen. So können kleine Teams mit hoher Fokussierung einen kontinuierlichen Strom von Ergebnissen schaffen, den größtmöglichen Kundennutzen erzielen und dadurch höchste Motivation für die eigenen Arbeit finden.

Wie Value Streams im agilen Projektmanagement Fokus und Motivation schaffen

Ständig unterbrochene Arbeitsphasen, Aufgaben, deren Sinnhaftigkeit nicht bekannt ist, und endlos lange To-do-Listen – so sieht noch immer für viele Menschen der Arbeitsalltag aus. Kein Wunder, dass dabei sowohl die Motivation als auch die Ergebnisse auf der Strecke bleiben. Value Streams lösen diese Probleme, denn sie stellen sicher, dass selbst bei größten Projekten jedes einzelne Arbeitspaket auf das übergeordnete Ziel einzahlt und die Sinnhaftigkeit aller Aufgaben jederzeit klar erkennbar ist.

„Slice the elephant bedeutet in FAST: Den großen Projektelefanten nach klaren Regeln in kleine, gut abgrenzbare und zusammenpassende Scheiben zu zerlegen“

Jürgen Richter, Senior Consultant und
FAST Product Owner bei der Xtentio GmbH

Wie funktioniert das? Die Value Streams des skalierbaren agilen Frameworks FAST dienen dazu, den großen „Elefanten“ – beispielsweise ein großes Transformationsprojekt, an dem zahlreiche Menschen oder gar Abteilungen beteiligt sind – in kleinere, überschaubare Teileinheiten zu zerlegen. Diese werden wiederum aufgesplittet in Arbeitspakete und schließlich in einzelne, ganz konkrete Aufgaben, an denen kleine Teams in Sprints arbeiten können. Jeder Value Stream konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema und zahlt dabei auf ein ganz bestimmtes Ziel innerhalb des Gesamtprojekts ein.

Die Value Streams in FAST …

  • sind so geschnitten, dass sich das Team auf ein bestimmtes Thema konzentrieren kann,
  • unterliegen klaren Regeln, sodass alle Beteiligten genau über Ziele und Zeitrahmen Bescheid wissen,
  • schaffen einen kontinuierlichen Strom von Ergebnissen und greifbarem Nutzen, was zur Motivation innerhalb der Teams beiträgt, und
  • werden nicht durch andere plötzlich auftauchende Aufgaben unterbrochen, sodass ein fokussiertes, wertschöpfendes Arbeiten möglich wird.

Jeder Value Stream hat einen Value Stream Owner, der für die Ziele des Value Streams verantwortlich ist. Er darf notwendige Entscheidungen treffen und priorisiert die Arbeitspakete entsprechend ihres Nutzens für das Gesamtprogramm. Entsprechend der Aufgaben eines Value Streams ergibt sich auch die sinnvolle und stabile Zusammensetzung der Teams, was für diese ein weiterer Zugewinn ist: Die Beteiligten können in ihrem Themenbereich ihre Arbeitskraft und Kompetenz sinnstiftend und gewinnbringend einsetzen, Herausforderungen bewältigen, Fortschritte erkennen und somit die eigene Motivation steigern. Ergänzt werden die Value Streams außerdem durch Workstreams, welche die Effizienz der Value Streams noch erhöhen.

Was genau sind Value Streams?

Value Streams unterteilen große Transformationsprojekte in kleinere thematische Einheiten. Diese werden nun so geschnitten, dass sie jeweils einem klaren, übergeordneten Ziel folgen. Value Streams sind also nichts anderes als „Teilprojekte“, haben aber eine wichtige Besonderheit: Das Ziel aller Tätigkeiten innerhalb eines Value Streams ist es, Nutzen und Wertbeitrag für ein bestimmtes Thema zu schaffen: Value Streams sind „Wert-orientiert“.

Das Team eines Value Streams wird so zusammengesetzt, dass es diese Werte möglichst unabhängig ohne zu viele Abhängigkeiten zu anderen Value Streams umsetzen kann. Während in klassischen Projekten häufig Fachabteilungen, Berater, Softwareentwickler, Datenspezialisten in separaten Teams gegeneinander antreten und ihre „eigenen“ Ziele verfolgen, werden bei Value Streams die Teams möglichst interdisziplinär besetzt.

Das ermöglicht den Value Streams eine klare Fokussierung auf die übergeordneten Ziele und auf den eigenen Wertbeitrag zum großen Ganzen. Das Resultat sind weniger Koordination, Übergaben und Verzögerungen. Teams arbeiten langfristig gemeinsam an einem gemeinsamen Ziel und agieren nutzen- und lösungsorientiert.

Value Streams und Value Stream Teams sollten also so geschnitten sein, dass Sie innerhalb eines großen Transformationsprojekts möglichst unabhängig „Werte schaffen“ können. Allerdings lassen sich Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Value Streams auch nie ganz vermeiden. Daher müssen Value Streams regelmäßig miteinander abgestimmt und koordiniert werden. Hierzu dient vor allem das gemeinsame Season Planning.

Organize around value

Schneide Projekte so, dass die einzelnen Value Streams jeweils ein eindeutiges und klares Ziel haben. Mache sie möglichst voneinander unabhängig, um das Dependency Management zu vereinfachen. Und sorge dafür, dass ein Value Stream Team alle Aufgaben selbst erfüllen kann.

So funktioniert Value Stream Mapping in FAST

Das Konzept der Value Streams stammt ursprünglich aus dem Lean Management und ist vor allem durch die agile Projektmanagementmethode SAFe® bekannt: Von der ersten Idee bis hin zur vollständigen Umsetzung wird mithilfe des Value Stream Mappings ein übergreifender Wertstrom dargestellt, der schon im Vorfeld einen Überblick schafft und mögliche Schwächen (zum Beispiel bei Abhängigkeiten) aufzeigt.

Das Value Stream Mapping der agilen SAFe®-Methode findet sich auf schlanke, leichtgewichtige Weise auch im FAST-Ansatz wieder: FAST kombiniert Value Streams mit Rhythmus, um kleinere Teilprojekte, Arbeitspakete und Aufgaben miteinander zu koordinieren. Der übergreifende Rhythmus stellt sicher, dass Termine eingehalten und die vorgesehenen Ergebnisse erreicht werden. Aus den beiden Komponenten, Value Streams und Rhythmus, ergibt sich die FAST Planungsmatrix, die einen Überblick selbst über größte Projekte bietet und so die Vorteile der Value Streams skalierbar macht. Auf diese Weise schafft FAST im Vergleich zu anderen agilen Methoden hohe Verbindlichkeit und Planbarkeit.

Value Streams vs. Workstreams

Nicht jede Aufgabe ist unmittelbar wertstiftend – mache Dinge „müssen einfach erledigt werden“ oder tragen nicht direkt zum Nutzen für den Kunden bei. Um auch diese Prozesse abzudecken, arbeitet FAST zusätzlich mit Workstreams. In Workstreams werden solche Aufgaben organisiert, welche die Effizienz der Value Streams noch erhöhen, beispielsweise

  • im Programm-Management (z. B. Projektorganisation und Planung),
  • im Change-Management (z. B. Akzeptanz-Testing, Rollout-Organisation und Training) und
  • im Bereich Operations (z. B. Systeme und Prozesse, Betrieb und Support).

Die Workstreams und die Value Streams in Kombination ermöglichen

  • eine hohe Fokussierung,
  • weniger Reibung und Abhängigkeiten,
  • gesteigerte Effizienz,
  • schnelle Umsetzung,
  • greifbaren Kundennutzen und
  • dadurch mehr Transparenz und Kundenzufriedenheit.

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FAST Product Owner, Senior Consultant Xtentio