Kundenstimmen

Produkt- und Marketingkommunikation bei der Memmert GmbH & Co. KG

Als Innovationsführer mit einem hochvariantenreichen Produktportfolio hat man beim Schwabacher Hersteller für Temperiergeräte die Digitalisierung der Informationslieferketten vorangetrieben. Um den globalen Anforderungen an Produkt- und Marketingkommunikation sowie Kundenservice gerecht zu werden, wurden zunächst im Rahmen einer umfangreichen Analyse- und Handlungsempfehlung die End-to-end-Prozesse aufgenommen, bewertet und schließlich mit Maßnahmen versehen.

Die Einbindung relevanter Stakeholdergruppen aus den beteiligten Prozessen und Systemen stellte sicher, dass Entscheidungen unternehmensweit vorbereitet und getroffen wurden – und dadurch die ideale Basis für die erfolgreiche Umsetzung gelegt wurde. Martin Dümler, Leiter Marketing bei Memmert GmbH + Co. KG, berichtet im Interview von den Erfahrungen und warum Prozessmanagement und Stammdaten zur Entwicklung der Digitalisierungsstrategie bei Memmert GmbH + Co. KG ein wichtiges Standbein darstellen.

Rund 450 Menschen aus etwa 30 Nationen gestalten derzeit den unternehmerischen Erfolg von Memmert mit. Hunderttausende von Memmert-Produkten sind in mehr als 190 Ländern seit Jahrzehnten im Einsatz. Was zeichnet Memmert heute aus?

Bereits in dritter Generation entwickelt und fertigt Memmert an zwei Standorten in Süddeutschland (Schwabach und Büchenbach) Wärme- und Trockenschränke, Brutschränke, Klimaschränke sowie Wasserbäder für verschiedenste Anwendungen in vielen Bereichen.

Das Produktportfolio ist dabei genauso vielseitig wie die Anwendungen der Kunden. Egal, ob medizinischer Sektor, Industrie oder Lebensmittel – mit einer großen Vielfalt an Klima- und Temperiergeräten kann nahezu jeder Bedarf gedeckt werden.

Memmert zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Klima- und Temperiergeräten. In der Rolle als Innovationsführer ist es Unternehmensphilosophie, neue Produktentwicklungen an den Kundenwünschen auszurichten und dabei stets das höchste Maß an Qualität und Zuverlässigkeit anzustreben.

Der Kontakt zwischen Ihrem Unternehmen und Xtentio entstand im Jahr 2019. In unseren ersten Gesprächen damals wurde schnell deutlich, welche Herausforderungen anstanden.

Ja, uns wurde deutlich, dass wir unsere sogenannte interne Wertekette zur Produkt- und Marketingkommunikation optimieren müssen, wenn wir bei Memmert unsere Position als Innovationsführer weiterhin behalten und den Vorsprung ausbauen wollen.

Beispielsweise steigen mit der zunehmenden Globalisierung weltweit die Anforderungen an einen optimalen Kundensupport. Unser hochvariantenreiches Produktportfolio erfordert intern klare Prozesse und Verantwortlichkeiten, durchgehend – von der Produktentwicklung über Marketing und Vertrieb bis hin zu Auftragseingang und Fertigung.

„Wir sind heute in der Lage, unterschiedlichste Kundengruppen, ihren Bedürfnissen entsprechend, schnell und zuverlässig, korrekte und vollständige Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.“

Martin Dümler, Leiter Marketing bei Memmert GmbH + Co. KG

Damals, das heißt als zwei unabhängige PIM-Systeme im Einsatz waren, ein technisches Redaktionssystem (CCMS) gesucht wurde, das Thema Data Governance noch in den Anfängen steckte und über den Ausbau des CRM-Systems nachgedacht wurde.

Für unseren damaligen Informationsaustausch bin ich heute wirklich noch sehr dankbar. Wir erkannten, dass wir mit den ersten eigenen Schritten zu langsam vorankamen und externe Expertise würden hinzuziehen müssen. Mit der Xtentio kamen Berater ins Haus, bei denen ich vom ersten Augenblick an den Eindruck hatte, da sind welche, die verstehen sofort unser Problem, kennen die Fachlichkeiten und bieten genügend Expertise, unser Projekt umfangreich zu begleiten. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir übrigens intern die Geschäftsleitung bereits überzeugt und ein Budget erhalten.


Martin Dümler ist Director für Marketing und Technische Kommunikation der Memmert GmbH + Co. KG. Nachdem er Memmert einige Jahre als technischer Produktdesigner im Sondermaschinenbau unterstützte, übernahm Herr Dümler die Verantwortung für das Bereit-stellen von Produktinformationen und die technische Kommunikation. Seit 2020 treibt Herr Dümler als Di-rector Marketing die digitale Transformation mit Schwerpunkt Sales und Marketing voran.


Die digitale Transformation wurde also 2019 in einem größeren Projekt gestartet. Zum Prozessmanagement gehören Änderungsfähigkeit und Änderungsbereitschaft. Beides sind wichtige Erfolgsfaktoren. Welche Ausgangssituation hatten Sie damals und wie steht es heute darum?

Eine enorme Bedeutung hatte für uns allgemein und für mich als Projektleiter im Besonderen die sogenannte Management Attention. Wir hatten von Anfang an die Aufmerksamkeit und Rückendeckung der Geschäftsführung und Inhaber. Es war eindeutig und klar erkennbar, dass eine neue Ära beginnt. Ziel war, den Wandel vom Produkt- zum Kommunikationswettbewerb zu schaffen, um so im Wettbewerb und Marktvergleich eine optimale Position zu haben.

Prozessmanagement war ein zentrales Thema und eine Herausforderung. Bei der Art von Produkten, die Memmert am Markt anbietet, dürfte daneben auch das Thema Stammdatenmanagement eine größere Bedeutung gespielt haben. Beide Themen sind eng miteinander verwoben.

Richtig, da sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Das eine ist nicht ohne das andere zu haben. In der Ist-Analyse war die Empfehlung von Xtentio, die Produktinformations-Lieferkette in den Blick zu nehmen und entlang dieser Kette die Leistungsfähigkeit von zehn Unternehmensbereichen zu bewerten. Mit dem ausschließlichen Fokus auf Produkt- und Marketingkommunikation haben wir end2end alle diesbezüglichen Aspekte dazu herangezogen.

Und heraus kam …

Heraus kam ein nüchterner Blick auf den aktuellen Stand und eine Liste von Maßnahmen, die uns schriftlich vor Augen führten, was alles zu tun ist.

Basierend auf den Erfahrungen aus sehr vielen vergleichbaren Projekten wurde für uns sehr gut nachvollziehbar dargestellt, welchen Reifegrad die Produktdateninformations-Lieferkette in den vier Dimensionen Organisation, Prozesse, Produktdaten, Tools und Systeme hat. Darauf aufbauend wurden Empfehlungen ausgearbeitet, eine Roadmap erstellt, eine Budgetbedarfs- und Aufwandsschätzung aufgestellt und vieles mehr.

Nochmal zurück zum Thema Stammdatenmanagement. Es ist gut vorstellbar, dass Produktentwicklung, Technischer Kundendienst, Vertrieb, Produktmanagement, Prüffeld und Sonderbau ganz unterschiedliche Interessen und Vorstellungen zum Thema Stammdaten haben. Die Ansprüche an die Variantenkonfiguration werden sicher auch eine enorme Herausforderung gewesen sein. Wie konnte das alles unter einen Hut gebracht werden?

Die Handlungsempfehlung enthält kurz-, mittel- und langfristige Themen, die über einen Zeitraum von ca. 18 Monaten verteilt aufgelistet wurden. Der zentrale „rote Faden“, wenn wir es so bezeichnen wollen, waren die Themen Prozessmanagement und Daten/Datenmodell/Datenbasis.

Durch die frühe Einbindung aller am end2end-Prozess Beteiligten und unter Berücksichtigung der jeweiligen Interessen konnte mit professioneller Begleitung durch Xtentio eine sehr gute Projektbasis geschaffen werden.

Wie bewerten Sie die gemeinsame Zusammenarbeit?

Wir haben die letzten anderthalb Jahre intensiv miteinander gearbeitet. Es entstanden umfangreiche Fachkonzepte, ein PIM/MAM-System wurde ausgewählt, die Systemeinführung initialisiert, neue Prozesse angestoßen und die Aufbauorganisation entsprechend ausgerichtet. Stück für Stück hat uns Xtentio durch die Anfangsphase der Transformation geführt. Dafür sind meine Kolleginnen, Kollegen und ich sehr dankbar.

Wenn Sie, Herr Dümler, heute auf Memmert schauen, hat sich der Digital Maturity Level des Unternehmens erhöht?

Das kann ich eindeutig und mit voller Überzeugung mit „Ja“ beantworten. Wir sind heute in der Lage, unterschiedlichste Kundengruppen, ihren Bedürfnissen entsprechend, schnell und zuverlässig, korrekte und vollständige Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Neben der Außendarstellung und -wahrnehmung durch unsere Kunden haben wir gleichzeitig die internen Werteketten der sogenannten Information Supply Chain nachhaltig optimiert.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Mit der Einführung des PIM/MAM-Systems verfügen wir nun über ein mächtiges Tool, welches uns vielfältige Chancen bietet, unsere Prozesse zu vereinfachen und effizient zu arbeiten. Besonders am Herzen liegt mir dabei der Gedanke, absolut verlässliche Produktdaten für unsere Geschäftspartner und internen Teams bereitzustellen. Um dies zu gewährleisten, werden wir Schritt für Schritt in den kommenden Monaten weitere Schnittstellen zu internen und externen Datenbanksystemen implementieren. Durch das gemeinsame Projekt mit Xtentio konnten wir bereits einen sehr guten Status erreichen. Diesen gilt es zu sichern und stetig auszubauen.

Herr Dümler, wir danken ganz herzlich für das interessante Gespräch.


Memmert zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Temperiergeräten. In der Rolle als Innovationsführer ist es Unternehmensphilosophie, neue Produktentwicklungen an den Kundenwünschen auszurichten und dabei stets das höchste Maß an Qualität und Zuverlässigkeit anzustreben. Der hohe Qualitätsanspruch wird in modernen Produktionsstätten mit standardisierten Fertigungsprozessen und erfahrenen Mitarbeitern umgesetzt. Mit einer ganzen Reihe von Serviceleistungen und Gerätefunktionen unterstützt Memmert aktiv die Qualitätssicherung der Anwender. Unter anderem zählen die lückenlose Dokumentation von Versuchsabläufen, FDA-konforme Software, IQ/OQ-Zertifizierungen oder auch regelmäßige Gerätekalibrierungen dazu.

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