Enterprise Architecture

It’s not about the Tool: Drei wichtige Faktoren für erfolgreiches Enterprise Architecture Management

Enterprise Architecture Management (EAM) hat das Ziel, die exponentiell zunehmende Komplexität von IT-Architekturen in den Griff zu bekommen. Wir zeigen Ihnen die drei wichtigsten Faktoren, die Sie kennen müssen, um EAM in Ihrem Unternehmen erfolgreich einzuführen.

Ein professionelles Enterprise Architecture Management verschafft Ihrem Unternehmen eine aktuelle und ganzheitliche Sicht auf alle Fähigkeiten, Akteure, Systeme, Infrastrukturen und Lieferanten Ihrer IT-Architektur. Diese Übersicht identifiziert Kostenfallen, verringert Geschäftsrisiken und dient letztendlich auch der besseren Planung und Umsetzung einer zielgenauen IT-Strategie, die als Grundlage für hervorragende digitale Geschäftsprozesse dient. Daher sehen neun von zehn CIOs EAM als den entscheidenden Erfolgsfaktor der digitalen Transformation an1.

Hinter einem nutzenstiftenden Enterprise Architecture Management steckt allerdings weit mehr als eine leistungsfähige IT-Verwaltungssoftware. Denn wie der Name schon sagt: EA-Management ist vor allem … eine Managementaufgabe. Und dafür müssen die wichtigsten Stakeholder und Fachabteilungen des Unternehmens dauerhaft integriert werden. Ohne leistungsfähige Tools, wie sie beispielsweise der Anbieter LeanIX im Programm hat, kann die Aufgabe nicht bewältigt werden – aber ohne ein eingespieltes Team und funktionierende Prozesse werden Sie auch nicht weit kommen.

Wenn Sie sich entschlossen haben, EAM als Tool und als neue Managementdisziplin in Ihrem Unternehmen einzuführen, sollten Sie als Erstes die wichtigsten Rahmenbedingungen festlegen. Wir zeigen Ihnen in dieser Artikelserie, welche Faktoren dabei besonders wichtig sind. Im ersten Teil machen wir uns auf die Suche nach Verbündeten!

Was ist Enterprise Architecture Management?

Die Enterprise Architecture oder Unternehmensarchitektur beschreibt ganzheitlich alle wesentlichen Aspekte der Informationsarchitektur eines Unternehmens. Das Enterprise Architecture Management oder EAM ist ein systematischer und ganzheitlicher Ansatz, um diese fachlichen und technischen Strukturen im Unternehmen zu verstehen, zu gestalten, zu planen und zu kommunizieren2. Mit EAM wird die Grundlage für das strategische Management und die Weiterentwicklung der IT-Landschaft gelegt. Optimierungspotentiale werden erkannt, Kosten eingespart und zukünftige Strategien, Entscheidungen und Investitionen abgesichert, um die IT nachhaltig für die Geschäftsanforderungen des digitalen Wandels fit zu machen. Dabei helfen EAM Tools wie LeanIX, die einen transparenten Echtzeit-Überblick über alle Technologien, Lieferanten, Capabilities und Risiken bereitstellen.

Teil 1: Starten Sie nicht im stillen IT-Kämmerlein

Die Enterprise Architecture ist das Rückgrat Ihres Unternehmens. Daher sollten Sie die wichtigsten Interessengruppen und Stakeholder gleich von Anfang an mit auf die Reise nehmen.

Am wichtigsten sind diejenigen Führungskräfte und Mitarbeiter, die direkt oder indirekt mit dem Aufbau, der Entwicklung, dem Betrieb, dem Einkauf oder der Bereitstellung von Elementen der IT-Infrastruktur zu tun haben. Und da es bei der Enterprise Architecture auch immer um digitale Geschäftsmodelle geht, sollten Sie auch Stakeholder und Führungskräfte aus dem Business beteiligen.

Daher: Identifizieren Sie Ihre wichtigsten Partner, berücksichtigen Sie deren Interessen und Anforderungen und bauen Sie mit diesen Personen ein effizientes Enterprise Architecture Management Board auf. Aber übertreiben Sie es nicht: Starten Sie groß genug, aber so, dass Sie mit dieser Gruppe noch brauchbare Entscheidungen herbeiführen können.

Beteiligen Sie auf jeden Fall, so vorhanden:

  • CIO (Chief Information Officer, IT-Leitung)
  • CTO (Chief Technology Officer, Technische Leitung)
  • Lösungsarchitekten (Solution Architect)
  • CFO (oder zumindest den für die IT zuständigen Einkauf)
  • wichtige Business Process Manager/Owner
  • IT Programmmanagement und
  • Head of Development.

Denn diese Stakeholder oder deren Abteilungen profitieren am meisten von einem professionellen Enterprise Architecture Management. Sei es, um die Kosten niedrig zu halten (CFO), die Geschäftsprozesse und Fähigkeiten, die sogenannten „Capabilites“ der Organisation zu optimieren (Business Process Manager) oder um eine klare Roadmap und Strategie für kommende Investitionen und Technologieentscheidungen zu erhalten (CIO). Den Austausch können Sie zum Beispiel in Form eines regelmäßigen EAM Boards organisieren. Und sollten Sie in Ihrem Unternehmen die Rolle des Lösungsarchitekten nicht kennen – dann wird es jetzt höchste Zeit dafür.

So finden Sie Verbündete für erfolgreiches EAM

  1. Identifizieren Sie zuerst die wichtigsten Stakeholder und deren Informationsbedarfe.
  2. Definieren Sie diese Erkenntnisse als klare Anforderungen an Ihr Enterprise Architecture Management.
  3. Machen Sie den Stakeholdern klar, welchen Nutzen ihnen EAM bietet.
  4. Schaffen Sie schnelle, sichtbare Erfolge, indem Sie diese Themen als Erstes umsetzen und die Ergebnisse den Stakeholdern zur Verfügung stellen.

Der Dank wird eine hohe Akzeptanz des Enterprise Architecture Managements durch diese Stakeholder sein. Sie erreichen Engagement und Mitarbeit der wichtigsten Interessengruppen und Abteilungen und letztendlich auch die nötige Aufmerksamkeit und Unterstützung durch das Management.

Nächste Woche erfahren Sie im zweiten Teil unserer Serie „It’s not about the Tool“, wie wichtig die Wahl des richtigen Betriebsmodells für den Erfolg Ihres Enterprise Architecture Managements ist.

Ihr IT-Portfolio, endlich transparent!

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Xtentio ist zertifizierter Partner von LeanIX , dem führenden Tool für kollaboratives EA-Management. Wir unterstützen Sie mit der LeanIX Enterprise Architecture Suite bei der Einführung von Enterprise Architecture Management in Ihrem Unternehmen.

1Enterprise Architecture Insights Report 2019
2Inge Hanschke: Strategisches Management der IT-Landschaft: Ein praktischer Leitfaden für das Enterprise Architecture Management. Hanser, 2013.

Bildnachweis: (1) (2) (3) iStock

Ich helfe Unternehmen beim Aufsetzen von digitalen Geschäftsmodellen und Infrastrukturprojekten. An der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Hamburg bin ich regelmäßig Gastdozent für digitale Strategie, Prozess- und Change Management.